Das Gebäude wurde als erstes aus dem Wiener Stadterweiterungsfond bestrittenes Monumentalgebäude der Ringstraße im Jahr 1860 ausgeschrieben. Bereits Ende 1861 begann der 1869 fertiggestellte Bau nach Plänen der – auch privat miteinander verbundenen und gemeinsam in einem Haus im 6. Bezirk lebenden – Architekten August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll im Stil der Neorenaissance.
Das Innenministerium holte mehrere Gutachten über das Vorhandensein geeigneter Baustoffe ein. Das Ergebnis waren die seit langem in Wien üblichen Steine, Wöllersdorfer Stein, für Sockel und freistehende, einfach gegliederte Stützen, der harte Kaiserstein aus Kaisersteinbruch, in seiner Farbe besser zum Kehlheimer Stein passend, für reicher gegliederte Teile geeignet, der mittelharte Kaiserstein, etwas grobkörniger, Kehlheimer Stein (auch Solnhofer Plattenstein), war als der Hauptstein des Opernhauses geplant, in den erforderlichen Mengen aber nicht lieferbar.
Der Breitenbrunner Stein konnte neben dem Kehlheimer besonders empfohlen werden, Joiser Stein, war vor allem dort zu verwenden, wo man den sehr teuren Kaiserstein nicht wählen will. Es wurde entschieden, daß die gesamte Außenhaut des Monumentalbauwerks ausnahmslos in Naturstein auszuführen ist. Durch den ungeheuren Bedarf kam der Sóskúter Stein noch hinzu, dieser wurde in Budapest viel verwendet. Für die Steinmetzarbeiten waren 3 Wiener Unternehmen zuständig, Eduard Hauser, welches heute noch besteht, Anton Wasserburger und Moritz Pranter. Die feierliche Grundsteinlegung war am 20. Mai 1863. Ein besonderes Beispiel: Die Spiegelstufen der Feststiege bestehen aus glattpoliertem, harten Kaiserstein aus Kaisersteinbruch. Das ist insofern bemerkenswert, als die Innenräume mit verschiedensten Marmor-Gattungen ausgestattet wurden.
Stattdessen kamen wieder kammermusikalische Qualitäten zum Tragen sowie ein durchsichtiger, leichter Klang, der später für typisch wienerisch gehalten wurde. Wesentliche Sänger waren Erich Kunz, Elisabeth Schwarzkopf, Wilma Lipp u.a. Bereits 1947 gastierte das Mozart-Ensemble an der Covent Garden Oper in London mit Mozarts Don Giovanni. Dort sang der vor den Nazis geflüchtete Richard Tauber noch einmal den Don Ottavio. Drei Monate später starb Tauber, und da wurde bekannt, dass er, um sich den Traum zu erfüllen, noch einmal mit der Staatsoper Mozart aufzuführen, nur noch mit einer halben Lunge auf der Bühne gestanden hat. Viele andere Künstler wurden mit dem Mozart-Ensemble in Verbindung gebracht, z. B. Karl Böhm, doch haben sie eine eher periphere Rolle darin gespielt, indem sie die Arbeit anderer lediglich fortführten. Für Krips war dies der Anfang seiner Weltkarriere, die ihn an die wichtigsten Opernhäuser der Welt brachte. Bis zu seinem Tod 1974 galt Krips als einer der wichtigsten Maestri der Staatsoper.
Quelle: wikipedia.org
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