Das im 18. Jahrhundert errichtete Festschloss des Wiener Kaiserhofs gehörte einst zu den prächtigsten Herrschaftssitzen der Monarchie. Anhand alter Pläne und Aufzeichnungen hat es wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurück erhalten. Ab 13. April 2007 ist das 50 Hektar große Areal für Besucher wieder als grandioses Gesamtkunstwerk aus Gebäude- und Landschaftsarchitektur geöffnet. Original-Mobiliar und Kunstgegenstände wurden aus ganz Europa zurückgeholt und verleihen den fürstlichen Gemächern aufs Neue ihre eindrucksvolle Pracht.
Die besten Landschaftsarchitekten der Welt verwandeln den über sieben Terrassen abfallenden barocken Garten wieder in jenes zauberhafte Refugium, mit dem sich zu Kaisers Zeiten nur wenige andere Anlagen in ganz Europa messen konnten. Auch im barocken Meierhof ist neues Leben eingezogen. In den Handwerksbetrieben wird wieder gedrechselt und Schnaps gebrannt, und in den Stallungen finden allerlei selten gewordene Tiere wie Brillen-, Walachenschafe oder weiße Esel einen artgerechten Lebensraum.
Neu zu entdecken sind die Pflanzenschätze der prachtvoll revitalisierten fürstlichen Orangerie, eine behagliche Marmeladenküche, in der die schönsten Früchte des Schlossgartens zu vielfältigen Köstlichkeiten verarbeitet werden oder der unterirdische Geheimgang Prinz Eugens, wo künftig Wein aus der Region verkostet werden kann.